Kolping macht mit der Initiative SolarBildung Jugendlichen Mut zur Gestaltung einer klimafreundlicheren Welt
Die Situation der Welt und nicht zuletzt der Klimawandel lässt viele Menschen, gerade auch in der jüngeren Generation, resignieren. Dieser „No Future“-Haltung setzt die Kolping Akademie ein bewusstes „On Future“ entgegen: nicht verzweifeln durch aktives Handeln. Einen genauso engagierten wie kompetenten Partner hat die Akademie in der in München ansässigen gemeinnützigen und spendenfinanzierten Organisation SolarBildung gefunden, die sich dafür einsetzt, an Schulen das Bewusstsein für erneuerbare Energien zu stärken und vor allem die Schülerinnen und Schüler dazu zu motivieren, selbst aktiv zu werden, sei es durch Petitionen für erneuerbare Energien oder auch durch das selbstständige Bauen von Solaranlagen – dies nach der Devise: „Wir glauben an die Kraft der nächsten Generation. Gemeinsam können wir durch Bildung und erneuerbare Energien eine nachhaltige Zukunft gestalten.“ Dazu bietet die auch von dem bekannten Physiker Professor Harald Lesch unterstützte Initiative umfassende Unterrichtsmaterialien für Vor- Grund- und weiterführende Schulen an. Darunter ist eine Photovoltaik-Anlage zum Selberbauen, mit der sich nach Fertigstellung und guter Ausrichtung sogar ein E-Piano oder eine kleine Popcorn-Maschine betreiben lässt.
Auf Einladung der Kolping Akademie war ein Team von SolarBildung am 23. Oktober in das Ingolstädter Kolpinghaus gekommen, um vor mehr als 50 interessierten Zuhörerinnen die Initiative vorzustellen. Gekommen waren Gesellschafter Matthias Schmuderer und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Soziologiestudentin Marlena Schmöller, die Wirtschaftsschülerin Anaïs Naudet de Miguel, der Physikstudent Fajr Abdulrahman und Zeno Burger, der den Studiengang „Philosophy, politics, economy“ absolviert.
Einleitende Worte sprach Dr. phil. Jochen Wagner, Studienleiter der Kolping Akademie, und zitierte dabei die 2019 verstorbene Holocaustüberlebende und Philosophin Agnes Heller, die ihm einmal bei einer Begegnung am Münchner Hauptbahnhof sagte: „Herr Wagner, haben Sie keine Angst. Sie haben immer eine Alternative.“ Und genau solche Alternativen zeigte das anwesende Team von SalarBildung auf. Ganz praktisch zeigten Marlena Schmöller, Anaïs Naudet de Miguel und Fajr Abdulrahman Experimente mit der Photovoltaik-Anlage zum Selberbauen und Zeno Burger berichtete, wie das Thema Photovoltaik im Ethikunterricht verwendet wird. Unter anderem lernen dort die Schülerinnen und Schüler, Petitionen für die Nutzung von Solarenergie zu entwickeln, ein wichtiger Schritt, um Mündigkeit zu lernen und politisches Bewusstsein zu entwickeln.
Auch für den Sportunterricht bietet SolarBildung etwas: Matthias Schmuderer stellte den SolarNinja vor, der durch Rechenoperationen Energievergleiche zwischen Sportarten und Photovoltaik herbeiführt. Hier wird den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung und der Wert von Energie deutlich, wenn sie nach intensiver Kraftanstrengung erschöpft feststellen, wie viel Energie sie verbraucht haben und dies mit dem Energieverbrauch der Photovoltaikanlage oder anderen Energiequellen vergleichen.
Bemerkenswert und ganz im Sinne des Kolpingwerks ist auch die Zusammenarbeit von SolarBildung mit der Caritas Brucker Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Fürstenfeldbruck, die die Lehrmaterialien gestalten. Dadurch leistet SolarBildung einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung von Menschen mit Handicap. Die behinderten Menschen leisten wirklich bemerkenswerte Arbeit, wie Schmuiderer betonte. SolarBildung – also eine Initiative gegen Frust und Resignation und damit ganz im Sinne des Kolpingwerkes, das im Geist seines Gründers Wege sucht, für alle Zeichen der Hoffnung zu setzen – durch aktives Angehen von Problemfeldern wie dem Klimawandel.
Raymund Fobes


